Wie das Bergwaldprojekt unsere Wälder wieder stärken will

©️ Bergwaldprojekt e.V.

Na, habt ihr auch während der Corona-Krise die Natur neu für euch entdeckt? In so turbulenten Zeiten merkt man schnell, wie beruhigend ein langer Waldspaziergang sein kann. Vielen ist wahrscheinlich auch klar, dass der Wald nicht nur wichtig für unsere mentale Gesundheit ist, er übernimmt auch viele für uns lebensnotwendige Funktionen. Die Wälder sind Lebensraum von unzähligen Tierartenfiltern sowohl unsere Luft als auch unser Wasser und speichern dieses 

Und obwohl wir so abhängig von ihnen sind, werden sie immer mehr von uns zerstört, zum Beispiel durch Schadstoffe, Abholzung und den Klimawandel. Die meisten von euch haben wahrscheinlich noch die Bilder aus Australien und den USA im Kopf, wo die Waldbrände in diesem Jahr zu den verheerendsten in der Geschichte zählen. Aber auch hier in Deutschland gibt es große Probleme. Diese sind meistens leider nur nicht ganz so präsent in unserer Instagram Timeline. Schadstoffeinträge aus IndustrieLandwirtschaft und Verkehr versauern die Böden. Die fortschreitende Klimakrise führt beispielsweise zu Trockenschäden und es werden immer noch zu viele junge Bäume durch überhöhte Schalenwildbestände verbissen. Genau deshalb setzt sich das Bergwaldprojekt mit zahlreichen Freiwilligen dafür ein, dem Wald seine notwendige Stabilität wieder ein stückweit zurückzugeben.  

1993 wurde der Verein Bergwaldprojekt e.V. offiziell ins Leben gerufen. Als Hauptsitz hat sich das Projekt 2014 die schönste Stadt Deutschlands ausgesucht: Würzburg. Auch deshalb, weil die Stadt mit ihrer Lage in der Mitte von Deutschland und ihrer guten ICE Anbindung sehr vorteilhaft ist. Vereinsziele sind: Die Funktionen des Waldes zu bewahren und bei der breiten Öffentlichkeit wieder ein größeres Bewusstsein dafür zu schaffen, wie gefährdet dieser ist und wie wichtig deshalb ein naturverträglicher Umgang mit natürlichen Ressourcen ist. 

„Wir muessen alles dafuer tun, um die Belastungen fuer die Waldoekosysteme zu verringern und die Stabilitaet unserer Waelder zu staerken“ 

©️ Bergwaldprojekt e.V.

Dafür bringen sie freiwillige Helfer*innen in Mooren, Wäldern und Freilandbiotopen an verschiedenen Einsatzorten zusammen. Die Standorte sind in Deutschland über die ganze Republik verteilt. Von Garmisch Patenkirchen bis nach Amrum, von der Sächsischen Schweiz bis in die Eifel. Aber auch außerhalb von Deutschland ist das Bergwaldprojekt am Start, zum Beispiel in der Schweiz, Österreich und Spanien. Doch so weit braucht ihr gar nicht reisen. Nur eine kurze Fahrt entfernt, liegt vor den Toren von Würzburg der Naturpark Spessart, der auch ein Einsatzort des Bergwaldprojekts ist. 

Wenn ihr euch dafür entscheidet, bei einem der Projekte mitzuhelfen, habt ihr nun die Qual der Wahl. Denn der Verein bietet sehr vielfältige Möglichkeiten. Zum einen gibt es die Projektwochen, bei denen ihr, sieben Tage am Stück an einem Projekt arbeitet. Übernachtungen und gesellige Abende sind inklusive. Perfekt also auch, um neue Leute kennenzulernen. Dabei wird die Unterkunft und Verpflegung komplett vom Bergwaldprojekt gestellt. Falls ihr aber erst einmal nur in die Arbeit des Vereins hineinschnuppern wollt, sind die Neihaufeschte, dies sind eintägige Pflanz- und Pflegeaktionen, eine gute Möglichkeit hierfürDas Projekt „Waldbaden“ dagegen erfordert keine körperliche Betätigung, sondern bietet ausschließlich geistige und körperliche Entspannung. Das „Waldbaden“ findet an verschiedenen Terminen im Jahr immer in der Nähe von Würzburg statt. Hier geht es darum, durch den positiven Einfluss des Waldes, unsere Gedanken und unseren Körper komplett zur Ruhe zu bringen. Des Weiteren gibt es auch Familienwochen, eine Waldschule, Corporate Volunteering und integrative Projekte, bei denen neben erwachsenen Freiwilligen auch Gruppen aus sozialen Einrichtungen eingebunden werden. 

Leider macht Corona aber auch vor so unterstützungswerten Initiativen wie dem Bergwaldprojekt nicht halt. Deshalb mussten wegen der aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung alle Projekte für den November abgesagt werden. Aber Kopf hoch, es kommen mit Sicherheit auch wieder bessere Zeiten und dann planen wir hoffentlich alle eine Projektwoche des Bergwaldprojekts in unsere Semesterferien ein. 

Wenn ihr nun genauso begeistert von der Initiative seid wie ich, dann schaut unbedingt auch auf der Homepage des Bergwaldprojekts e.V vorbei. Hier findet ihr noch mehr Informationen und könnt euch ganz einfach für Projekte anmelden. Die Seite findet ihr hierDort wird auch am 08.12.2020 das neue Programm veröffentlicht. Viel Spaß beim Stöbern! 

Quellen:  
https://www.bergwaldprojekt.de/ 

 

Giuliana Gado