Nachhaltigkeit - Was ist das eigentlich?

©️ pexels.com: alleksana

„Nachhaltigkeit“, dieser Begriff sagt jedem von uns etwas.
Aber was genau können wir uns unter diesem Begriff vorstellen? Und welche Modelle können herangezogen werden, um uns dessen Zusammenhänge zu verdeutlichen?

Wer ab und an einen Blick in die Medien wirft, ob Zeitung, Fernsehen oder soziale Medien, der dürfte schon einmal etwas von Greta Thunberg gehört haben. Die 17-jährige Aktivistin engagiert sich seit etwas mehr als 2 Jahren auf internationaler Ebene für eine nachhaltige Zukunft.

Ihre Kernaussage: „Ich mache das, weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt.“  Damit zeigt sie sehr deutlich, worum es um Nachhaltigkeit geht, nämlich um Zukunft.

Aber was genau ist eine nachhaltige Zukunft eigentlich?  Und wie können wir sie gestalten?

Zunächst zur ersten Frage: „Was ist Nachhaltigkeit?“

Genau genommen kann man „Nachhaltigkeit“ aus mehreren Perspektiven sehen. Im Alltag wird der Begriff oft als Synonym für „umweltschonend“ oder eine gewisse Langlebigkeit genutzt. Allgemein meint der Begriff Nachhaltigkeit ein Prinzip, bei dem die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen durch achtsamen Umgang langfristig erhalten bleiben und sich auf natürliche Art regenerieren können.

Grafik (Christoph Wagner inspiriert von thesustainablepeople)

Die drei Säulen der Nachhaltigkeit

Das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit ist bereits in den 1990er Jahren entstanden. Der genaue Ursprung des Modells ist nicht klar, jedoch beansprucht der Oldenburger Professor Bernd Heins die Urheberschaft des Modells. Es sollte dazu dienen, Nachhaltigkeit nicht nur als rein ökologisches Konzept zu verstehen, sondern als ein ganzheitliches Zukunftskonzept. Die zentrale Aussage des Modells ist, dass eine nachhaltige Entwicklung nur dann zu Stande kommt, wenn sowohl ökologische, wirtschaftliche als auch soziale Aspekte der Nachhaltigkeit gleichzeitig und gleichberechtigt umgesetzt werden.

Ökologische Nachhaltigkeit

Der Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit zielt vor allem darauf ab, möglichst schonend mit den vorhandenen Ressourcen und unserer Umwelt umzugehen. Schäden an unseren Ökosystemen sollen durch einen verantwortungsvollen Umgang an erneuerbaren Rohstoffquellen vermieden werden und der bewusste Verbrauch von endlichen Ressourcen gestärkt werden.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Ökonomisch nachhaltig zu handeln bedeutet, dass eine Gesellschaft so wirtschaften sollte, sodass sie nicht über ihre Verhältnisse lebt, was sich sonst unter Umständen zum Nachteil künftiger Generationen entwickeln könnte. So sollten beispielsweise Staatsschulden gering gehalten werden, da diese sonst eine Belastung für künftige Generationen darstellen. 

Soziale Nachhaltigkeit

Bei der sozialen Nachhaltigkeit steht der Mensch im Mittelpunkt.
Dieser Aspekt beinhaltet die Gleichstellung der Geschlechter sowie der freie Zugang zu Bildungseinrichtungen auf globaler Ebene.
Die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Gesellschaft sollen gesichert werden und Armut und Hungersnöte sollten bekämpft und vorgebeugt werden.
Wenn die Klimaaktivist*Innen also freitags auf die Straße gehen, für eine nachhaltige Zukunft kämpfen und laut „Climate Justice“ schreien, dann fordern die jungen Menschen nicht nur einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen, sondern auch die Integration von ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit in Diskussionen um den Klimawandel.

 

Infos zum Nachlesen über das Drei-Säulen-Modell findet ihr auf diesen Seiten:

Greta Thunberg Zitate

Was bedeutet Nachhaltigkeit

Definition von Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsdreieck

Wikipedia drei Säulen Modell

Ratgeber Säulen der Nachhaltigkeit

Ratgeber soziale Nachhaltigkeit

Alina Hailer